Anlässlich des «Magglingertags» 2008 präsentierte das Bundesamt für Sport BASPO die Resultate der bisher grössten und umfangreichsten Befragung zu Sportaktivitäten und Sportbedürfnissen in der Schweiz. In den letzten 8 Jahren ist der Anteil der Personen, die regelmässig Sport treiben, kontinuierlich gestiegen.
Im Jahre 2000 wurden in der Schweiz erstmals 2000 Personen zu ihrem Sportverhalten befragt. Ausgehend von den Ergebnissen dieser Studie, im Rahmen der Ressortforschung des Bundes, hat das Bundesamt für Sport BASPO die Folgestudie «Sport Schweiz 2008» in Auftrag gegeben. Lamprecht & Stamm Sozialforschung und Beratung AG hat in den vergangenen 12 Monaten über 11000 Personen in der Schweiz telefonisch befragt. Diese breite Abstützung wurde v.a. durch die Beteiligung von Swiss Olympic, der bfu – Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung und der SUVA – Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt und verschiedenen kantonalen und kommunalen Sportämtern sowie Jugend+Sport ermöglicht.
Die Studie verbessert die Datengrundlagen im Bereich Sportplanung und Sportstatistik und bietet eine wissenschaftliche Grundlage für sportpolitische Entscheide. Die Befragung «Sport Schweiz» soll zu einem Untersuchungsinstrument der Entwicklung des Sports in der Bevölkerung der Schweiz werden. Sie wird alle fünf bis sechs Jahre wiederholt.
Die wichtigsten Erkenntnisse *
Immer mehr Menschen in der Schweiz treiben regelmässig Sport: 2 von 3 Befragten betätigen sich mindestens einmal pro Woche sportlich. Vor acht Jahren waren 36 % insgesamt 3 und mehr Stunden pro Woche sportlich aktiv, 2008 sind es 40 % der Befragten. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass sich 2008 200000 Personen zusätzlich bewegen.
* Nach wie vor treibt jeder Vierte nie Sport. Als häufigsten
Grund wird Zeitmangel genannt.
* Immer
mehr Frauen und ältere Personen treiben Sport, dies lässt den Anteil der regelmässig Sporttreibenden ansteigen.
* Walking hat in den letzten 8 Jahren am meisten an Beliebtheit gewonnen (+11 %).
Walking/Wandern liegt hinter Radfahren/Mountainbike auf dem 2. Platz der beliebtesten Sportarten. Es folgen Schwimmen (unverändert) und Skifahren (+4 %).
* Es gibt 2 Hauptgründe, warum die Schweizer Bevölkerung Sport treibt:
Gesundheit und Spass. Diese Gründe werden höher bewertet als Leistungsvergleiche im Rahmen von sportlichen Wettkämpfen.
* Je nach
Sprachregionen gibt es Unterschiede im Sportverhalten: 45 % der Befragten in der deutschsprachigen Schweiz treiben mindestens 3 Stunden Sport pro Woche, in der französischsprachigen sind es 28 %, in der italienischsprachigen 30 %.
* Nennenswert sind zudem die
sozialen Unterschiede: Je höher das Bildungsniveau, die berufliche Stellung und das Einkommen, desto sportlich aktiver sind die Befragten.
* Sport hat bei der Schweizer Wohnbevölkerung ein gutes Image:
98 % der Befragten glauben, dass sich Sport positiv auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Vereine sind nach wie vor die wichtigsten Sportanbieter. Jeder vierte Befragte ist Mitglied eines Sportvereins.
Immer wichtiger werden aber auch die privaten Fitness- und Sportzentren. 14 % der Befragten verfügen über einen entsprechenden Mitgliederausweis.